Der Römertag am 13.09.2009 in Stettfeld
Nach monatelangen Vorbereitungen durch einen Ausschuss des Freundeskreises konnte am Sonntag, dem 13.09.2009 der Römertag anlässlich des 25jährigen Jubiläums des Römermuseums und dessen Freundeskreises gestartet werden.
Als Hagen Pätzold aus Frankfurt als „Cornicen Legionis“ dem Cornu, dem römischen Horn, das Startsignal eindrucksvoll entlockte, waren bereits viele sehr interessierte Besucher auf dem Stettfelder Marcellusplatz versammelt, um dem antiken Spektakel der besonderen Art beizuwohnen.
Der Cornicen Legionis mit dem Startsignal
Römergruppen waren angereist, um einen lebendigen Einblick in die antike Welt zu gewähren. Den zahlreichen großen und kleinen Besuchern bot sich ein buntes Bild römischer Kultur, das vor allem wegen seiner Vielseitigkeit und Originalität gelobt wurde.
So zeigte Dr. Britta Hallmann-Preuß, Leiterin des Heimatmuseums Bad Dürkheim, in ihrer Schauküche die Zubereitung römischer Speisen und zauberte einen schmackhaften Gemüseeintopf. 
Vorbereitungen für den Gemüseeintopf
Im Römerkeller, ein paar Schritte weiter, hatte Valeria Mariana alias Maria Castka aus Speyer von „Betas elixas“ (rote Bete in Senfsoße) bis „Panis“ (Brot) eine interessante Auswahl römischer Speisen vorbereitet. 
Römische Speisen im Römerkeller
Draußen auf dem Platz hatte Hans-Peter Heinrich nicht nur Informationen über römische Weine, sondern auch Kostproben davon mitgebracht. 
Verkostung „römischen Weins“
Ulrich Lutz aus Mannheim zeigte, wie eine römische Getreidemühle funktioniert und demonstrierte die Herstellung eines Kettenhemdes in Originaltechnik, das er mit über 29.000 Ringen in mehr als 600 Arbeitsstunden selbst gefertigt hat.
Römische Glasperlen von Silke Burst aus Bad Herrenalb, Öllampen von Ramon Franco aus Freiburg und die römische Schreibstube von Boris Burandt aus Köln vervollständigten das Treiben.
Auch an die Kinder wurde gedacht: selbst die Kleinsten unter den Besuchern konnten sich dank der umsichtigen Betreuung beim Kinderquiz im Museum, bei römischen Spielen, aber vor allem bei der praktischen „Archäologie“ im Sandkasten richtig wohlfühlen.
Kleine Archäologen im Sandkasten
Im Museum selbst wurden die römischen Zeitzeugen aus Stettfeld den über 700 Besuchern von kompetenten Führern erklärt und die Unterschiede zwischen unbemalten Fundstücken und den kunstvoll in Farbe nachempfundenen Repliken der Sonderausstellung „Ganz schön bunt - so könnte es gewesen sein“ erläutert.
Auch für das leibliche Wohl war bestens vorgesorgt: neben den erwähnten römischen Speisen konnten die Besucher auch Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen im Römerkeller einnehmen.
Ein Höhepunkt besonderer Art war am Nachmittag die „Römische Modenschau“ von Dr. Bernhard Cämmerer, dem ehemaligen Leiter der Römischen Abteilung des Landesmuseums Karlsruhe. Vor dem Portal der Kirche erläuterte er den wissbegierigen Besuchern, wie einfach, zweckmäßig und doch ausdrucksvoll sich die Römer kleideten. Einfache Stoffbahnen, lässig weit und mit einer „Fibula“, einer Spange, an den Schultern gehalten, prägten die Kleidung der Menschen vor 2.000 Jahren. „Das Hübscheste am antiken Gewand sind die Falten.“ Mit diesen Worten zupfte er den Stoff der „Lacerna“ um die Schnur zurecht, mit der er das Model „gegürtet“ hatte. 
Dr. Cämmerer: Auf den Faltenwurf kommt es an
Die Models waren eigens vom Stettfelder Stylisten Mathias Engmann kunstvoll nach den Vorbildern auf römischen Münzen frisiert. 
Der 1. Vorsitzende des Freundeskreises, die Models und der Moden-Meister Dr. Cämmerer
Dank der guten Organisation durch die Verantwortlichen, der engagierten Mitarbeit aller ehrenamtlichen Helfer, der hochmotivierten Römergruppen und der Unterstützung durch die politische und die Kirchengemeinde konnte mit dem Römertag in Stettfeld das Jubiläumsjahr von Museum und Freundeskreis besonders publikumswirksam gestaltet und das Interesse der Bürger an der römischen Vergangenheit einmal mehr geweckt werden.