Pompeji-Ausstellung Im Reiss-Engelhorn-Museum in Mannheim
Ausflug am 19.02.2005:
Die exklusive Führung für unsere Gruppe von 15 Personen war auch für ausgewiesene Pompeji-Kenner eine Bereicherung. Sie konfrontierte uns mit den eigentlich unvermeidlichen und dennoch nicht rechtzeitig erkannten Ursachen des gewaltigen Ausbruchs des Vesuvs am 24. und 25. August des Jahres 79 n. Chr. Der Vulkan war seit Menschengedenken nicht mehr tätig, die Bewohner der fruchtbaren Gegend waren sich nicht über die latente Gefahr im Klaren, die sich durch ständige Häufung von Erdbeben andeutete. Schließlich hatte 17 Jahre zuvor ein solches Erdbeben Pompeji weitgehend zerstört. Doch die Bewohner bauten ihre Stadt unverdrossen an gleicher Stelle nur wenige Kilometer vom Vulkan entfernt noch schöner und noch größer wieder auf.
Damit lässt sich erklären, warum rund 2000 Einwohner von den ursprünglich 20000 Pompejanern keine Chance hatten, dem Inferno zu entfliehen. Sie wurden von Asche, Schlamm und giftigen Gasen getötet und in ihrem Todeskampf auf schaurige Weise "konserviert". Archäologen haben die Hohlräume, in denen die Opfer des Ausbruchs verwest waren, mit Gips ausgegossen. Solche Gipsfiguren und weitere Zeugnisse des Verderbens wurden neben den bekannten Fresken, Dingen des täglichen Gebrauchs, Schmuck und militärischer Ausrüstung zusammen mit eindrucksvollen Bildern der ausgegrabenen Stadt, der Landschaft und des Vesuvs gezeigt und plausibel erklärt.
Auch der Untergang von Herkulaneum, der Nachbarstadt von Pompeji, war ausführlich dokumentiert. Hier hatte ein Strom glühender Lava den Ort unter einer 20m hohen Tuffschicht begraben. Wegen der größeren Entfernung zum Vesuv konnten sich aber mehr Bewohner retten als in Pompeji.
Erst 1748 wurde Pompeji wieder entdeckt und mit Herkulaneum bis heute nahezu freigelegt.