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Berichte zu den Veranstaltungen des Freundeskreises Römermuseum

Vortrag "Elektrische und magnetische zerstörungsfreie Prospektionsmethoden"

Harald von der Osten hat uns in einem sehr anschaulichen Lichtbildervortrag die spannende Welt der Archäologie auf sehr ungewöhnliche Art erschlossen: statt mit Grabwerkzeugen nähert er sich den antiken Schätzen im Erdreich mit den verschiedensten Messsonden und dem Computer. Wir wurden über magnetische, elektrische und Bodenradarverfahren informiert, die alle dem gleichen Zweck dienen, im Boden verborgene Mauern, Gräben, Wege und Straßen, Grabstätten usw. aufzuspüren und in Verbindung mit geeigneter Software grafisch darzustellen. In aller Regel werden zur bestmöglichen Darstellung eines Objektes Kombinationen verschiedener Verfahren angewendet. Selbst die plastische Darstellung der verborgenen Objekte und die anschließende grafische Rekonstruktion der gesamten ehemaligen Baulichkeiten sind möglich. Faszinierend die Vielzahl praktischer Beispiele, denen Erfolg beschieden war bzw. die die Archäologen auswerten konnten. Natürlich gibt es auch Einschränkungen durch ungünstige Witterungsverhältnisse, modernen "Schutt" mit vielen Metallteilen, bestimmte geologische Formationen, die den Prospektor zum Narren halten. Diese moderne Technik, die vielfach an medizinische Verfahren wie Röntgen, Computertomografie usw. zur zerstörungsfreien Untersuchung von Mensch und Tier erinnert, erlaubt sowohl die einwandfreie Kartierung antiker Bauwerke, ohne sie zu ergraben, als auch die genaue Lokalisierung von Grabungsvorhaben. Auf jeden Fall eine Methode, mit der gegenüber früher wesentlich schneller und kostengünstiger neue archäologische Erkennnisse gewonnen werden. Ergänzende Informationen finden Sie unter www.lb.netic.de/hvdosten/


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