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Berichte zu den Veranstaltungen des Freundeskreises Römermuseum
Jahresausflug am 23.09.2007 nach Trier zur Ausstellung „Konstantin der Große“
Der Busausflug führte uns in diesem Jahr nach Trier zur Jahrhundertausstellung „Konstantin der Große“.
Die „Landesausstellung zur Kulturhauptstadt 2007 Luxemburg und Großregion“ ist ein wirkliches Jahrhundertereignis und ist in Trier als einer der Residenzen des spätantiken Kaisers hervorragend präsentiert.
Die Gesamtausstellung ist in drei Themenkreise unterteilt. Der erste, „Herrscher des römischen Imperiums“, ist im Rheinischen Landesmuseum dargestellt. Der zweite, genannt „Der Kaiser und die Christen“ wird im Dom- und Diözesanmuseum präsentiert. Der dritte schließlich, „Tradition und Mythos“, wird im Stadtmuseum Simeonsstift thematisiert.
In der ersten Station, dem Rheinischen Landesmuseum, wurden die Startbedingungen und der Verlauf der Herrschaft des Machtmenschen Konstantin mit einer Fülle hervorragender Exponate komprimiert vorgestellt. Durch archäologische Funde und Berichte zeitgenössischer Autoren wurde deutlich gemacht, wie Konstantin 306 zunächst als Caesar, einer Art Juniorkaiser, in der von Diokletian und Maximian 291 begründeten römischen Tetrarchie begann und sich konsequent zum Augustus (Hauptkaiser) der westlichen Reichshälfte empor arbeitete. Nach Beseitigung seiner Konkurrenten und militärischen Siegen (z. B. über Maxentius an der Milvischen Brücke in Rom) wurde Konstantin schließlich zum Herrscher über das gesamte Römische Reich, unterstützt durch eigene Familienangehörige als Caesaren. Konstantin nahm bei seinem Drang zur Macht keine Rücksicht und verschonte auch seine eigene Familie nicht, wenn sie seinen Plänen im Wege stand. Neben der Stadt Rom und Trier hat Konstantin eine weitere Machtzentrale mit dem Ausbau von Byzanz zu Konstantinopel geschaffen.
Nachdem er sich mehr als 30 Jahre an der Macht gehalten hatte, starb er 337 in Kleinasien.
Sein Verhältnis zum Christentum wurde im Verlaufe seiner Regierungszeit vermutlich aus politischem Kalkül positiver und war Anlass zu reger Legendenbildung. So werden Konstantin und seine Mutter Helena in der späteren Ostkirche bzw. in der römischen Kirche sogar als Heilige verehrt.
Die beiden Themenkreise „Der Kaiser und die Christen“ und „Tradition und Mythos“ widmen sich einerseits seinem Einfluss auf die Ausbreitung der christlichen Lehre und andererseits der Wirkung seiner Person als charismatischer Führer und Vorbild bis in die heutige Zeit.
Die riesige Menge hervorragender Exponate wurde von bedeutenden Museen, Schatzkammern von Kirchen und Klöstern, Bibliotheken und Privatsammlungen aus der ganzen Welt entliehen und lässt sich in dieser Form sicher nie mehr zusammentragen.
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