Eröffnung der Sonderausstellung „Der Hund ist des Thrones wert. Hunde in der Antike“
„Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich einen Hund vor.“ Dieser Aufforderung folgten rund 60 geladene Gäste im Stettfelder Römerkeller. Dr. Peter Knötzele nutzte die Fantasie seiner Zuhörer, um die Rolle des Hundes bis zurück zur vorrömischen Zeit zu skizzieren. Immer, so Dr. Knötzele, seien Hinweise auf die Wertschätzung des Hundes gefunden worden. Deshalb trägt die Sonderausstellung, die von ihm zusammengestellt im Stettfelder Römermuseum zu sehen ist, den Titel „Der Hund ist des Thrones wert“ – ein Zitat aus dem 2. Jh. n. Chr. Emotionale Gründe seien es im Wesentlichen, die dazu führten, den Wolf zu domestizieren und die ältesten Nachweise vom Hund als „Haustier“ ließen sich auf den Zeitraum 13.000 bis 9.000 v. Chr. datieren, erläuterte Dr. Knötzele.
Auf die besondere Beziehung zum Hund als ältestem Begleiter des Menschen war auch Bürgermeister Helmut Kritzer in seinem Geleitwort zur Eröffnungsfeier eingegangen. Er würdigte darüber hinaus das große Engagement des Freundeskreises Römermuseum bei den Vorbereitungen der Ausstellung.
Wie ein Leben mit Hund im römischen Stettfeld hätte sein können, veranschaulichten Wolfgang Fischer und Michael Schimmelpfennig vom Freundeskreis. In bekannt gekonnten „Fischer-Versen“ ließen sie die begeisterten Gäste am Gespräch zweier „echter“ Bürger des römischen Stettfeld teilhaben. In Begleitung von Hündin Sheila berichteten sie von kleinen und großen Ereignissen und puzzelten aus den fundierten historischen Hinweisen einen humorvollen Einblick in reales antikes Leben.

Das Klarinettenensemble des Musikvereins Stettfeld sorgte unter der Leitung von Bernhard Zimmermann für stimmungsvolle musikalische Begleitung der Eröffnungsfeierlichkeiten.
Ausführlich kommentiert von Dr. Knötzele wurden die Gäste im Anschluss durch die in acht Themen gegliederte Ausstellung von Abbildungen, Plastiken, Terra-Sigillata-Scherben und Original-Pfotenabdrücken auf antiken Ziegeln geführt. Neben den Exponaten des Archäologen enthält die „Spurensammlung“ im Römermuseum auch ein echtes Stettfelder Unikat, denn die Grundschule Stettfeld hat ihr – von Schülerinnen und Schülern angefertigtes – Mosaik des berühmten „Cave Canem“ aus Pompeji als Leihgabe zur Verfügung gestellt.