Fahrt nach Koblenz am 10.01.04 zur Ausstellung „Römer am Rhein“
Nach angenehmer und pünktlicher Fahrt mit Bahn und Bus erreichten wir zum vereinbarten Zeitpunkt das Zentrum für Innere Führung der Bundeswehr in Koblenz. Herr Oberstleutnant Papen empfing uns dort mit einem ausführlichen Vortrag über Sinn und Zweck der Schule für Innere Führung, machte einen Streifzug durch die geschichtliche Entwicklung der deutschen Streitkräfte unter besonderer Würdigung des Schulungszentrums. Gekonnt knüpfte er eine Verbindung zur Bedeutung der Römer für unsere deutsche Geschichte und insbesondere für die militärische Entwicklung bis heute.
Anschließend führte er uns durch eine didaktisch hervorragend aufgebaute Ausstellung, die sowohl die Organisation der römischen Armee selbst als auch die Aufgaben, Bewaffnung, Kleidung, Verpflegung und typischen Tätigkeiten der römischen Legionäre anhand von übersichtlichen Tafeln, Bildern und original gekleideten lebensgroßen Puppen, sogar bei der Arbeit in einem bis ins Detail ausgestatteten Nachtlager, anschaulich darstellte.
Dabei standen stets die Aufgaben der Armee in Germanien und ihre Beeinflussung in Kleidung und Bewaffnung durch das feindliche Umfeld im Vordergrund. „Die Römer haben pragmatisch alles an Kleidung, Rüstung und Waffen von z. B. den Kelten übernommen, was ihnen vorteilhaft schien....“ so die Aussage von H. Papen. Die heutigen modernen Armeen und auch die Bundeswehr haben viele Details in der Organisation aus dieser vor 2000 Jahren entwickelten Struktur des römischen Heeres übernommen.
Nach einem Schwenk zum Limes, seiner Bauweise und Bedeutung für die Sicherung des eroberten Gebietes führte uns ein Video in lebensecht nachgestellten Bildern durchs römische Legionärsleben.
Die Informationen waren so vielfältig und teilweise auch für uns überraschend, außerordentlich anschaulich und spannend von H. Papen geschildert und durch die Ausstellung hervorragend unterstützt, dass es keinen gereut hat, den weiten Weg nach Koblenz zu reisen.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Koblenzer Altstadt, einem Besuch am Deutschen Eck und der romanischen St. Kastor-Basilika, in der die Entwicklung Europas schon vor über 1000 Jahren maßgeblich beeinflusst wurde, und einem Stadtbummel ging’s wieder zurück nach Stettfeld.