Jahresausflug am 10.10.2004 nach Reinheim/Bliesbruck
Alle Zeichen standen auf Schlechtwetter, als am Sonntag, dem 10.Oktober 2004 die Römerfreunde zur herbstlichen Exkursion aufbrachen. Ziel war dieses Jahr der Europäische Kulturpark von Reinheim / Bliesbruck, diesseits und jenseits der lothringisch - saarländischen Grenze gelegen. Unter sachkundiger Führung gab es viel zu sehen und zu erkunden. Im Kulturpark mit einer Ausdehnung von annähernd 100 ha liegen ein römischer vicus, eine römische villa rustica und drei Hügelgräber aus keltischer Zeit.
Die Führung begann mit einem kurzen Rundgang durch das Museum, das hauptsächlich Funde aus der Römerzeit und Darstellung der verschiedenen handwerklichen Techniken aus dieser Zeit zeigt.
Im Freigelände folgte der Besuch der Grabkammer einer keltischen Fürstin. Der Grabhügel ist nur wenige hundert Meter von der Originalstelle entfernt rekonstruiert wurden. Die reichen Grabbeigaben, wenn auch nur als Kopie vorhanden, zeugen von der hoch entwickelten Goldschmiedekunst der Kelten.
Weiter ging es zur villa rustica, die durch einen extra aufgeschütteten Hügel als Aussichtpunkt gut zu übersehen war. Die Gebäudeabmessungen sind wirklich beeindruckend. Circa 120 x 50 Meter misst der Gebäudekomplex mit seinen Seitenflügeln und erinnert von Dimension und Aufteilung stark an die Stettfelder Anlage In den Hecken. Fast 600 Meter lang war das mit einer Mauer umgebene Hofgelände.
Die nächste Anlaufstelle war der römische vicus mit seiner Ladenstraße und seinem durch eine schwungvolle moderne Holzkonstruktion überdachten Bad. Hier haben sich die französischen Archäologen etwas Besonders einfallen lassen: hölzerne, locker gestaltete Zwischenwände, die von der Decke in einigem Abstand über den Fundamenten hängen, lassen den Besucher die ursprünglichen Räume des Bades erahnen.
Nach dem Mittagessen war nochmals die Gelegenheit, den Park selbst zu erkunden. Ein Teil der Römerfreunde besuchte nochmals den römischen vicus, ein anderer Teil informierte sich in einer Sonderausstellung über das antike Münzwesen, bis es dann über Zweibrücken und Pirmasens wieder in Richtung Heimat ging.