Das Frankfurter Silberamulett mit christl. Inschrift und die Römerstadt Nida
| Referent/in: | Prof. Dr. Markus Scholz, Frankfurt |
| Zeit: | 19 Uhr |
| Ort: | Alte Kelter, Obere Straße 11, 76698 Ubstadt |
| Eintritt: | 4 €, Schüler & Studenten 2€ |
| Veranstalter: | Freundeskreis Römermuseum Stettfeld e.V. |
Die sog. Frankfurter Silberinschrift im Kontext und die Anfänge des Christentums nördlich der Alpen
Das Gräberfeld "Heilmannstraße“ ist die späteste Nekropole der römischen civitas-Hauptstadt Nida (Frankfurt-Heddernheim). In den Jahren 2017-2018 untersuchte das Denkmalamt Frankfurt dort insgesamt 127 Bestattungen, darunter 113 Körpergräber aus dem 3. Jahrhundert, die Peter Fasold am Archäologischen Museum Frankfurt ausgewertet hat. Ein etwa 40 Jahre alter Mann, der zwischen ca. 230 und 260/70 n. Chr. starb, war mit einer silbernen Amulettkapsel um den Hals bestattet worden. Das darin eingerollte Silberblech war so fragil, dass eine physische Entrollung nicht in Frage kam. Dies gelang erst im Jahr 2024 am Leibniz-Zentrum für Archäologie in Mainz mit digitalen Methoden. Die dadurch sicht- und entzifferbar gewordene lateinische Handschrift offenbart eine handfeste Überraschung: der 18 Zeilen lange Text enthält eine rein christliche Botschaft ohne synkretistische Elemente, die neue Fragen zum frühen Christentum aufwirft. Das macht sie einzigartig. Es handelt sich um das bisher früheste authentische Zeugnis für Christentum nördlich der Alpen.
Kooperationspartner:
Denkmalamt der Stadt Frankfurt a. M.
Archäologisches Museum Frankfurt a. M.
Goethe-Universität Frankfurt a. M.
Leibniz-Zentrum für Archäologie Mainz
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn